Was ist die Vogelgrippe?

Die Vogelgrippe ist eine Viruserkrankung von Vögeln welche durch Grippeviren hervorgerufen wird. Sie ist eine Zoonose, eine Krankheit die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann. In der Tierseuchengesetzgebung wird die Vogelgrippe auch als Geflügelpest bezeichnet, an welcher die Vögel sterben. Die bekannte Bezeichnung A/H5N1 ist eine Unterform der genannten Erkrankung, ein grippaler Infekt von Vögeln, im Volksmund daher Vogelgrippe genannt. Diese Krankheit gilt als Tierseuche und muss gemeldet werden. in einem Vogelgrippe Sperrgebiet müssen alle freilaufenden Geflügeltiere in Quarantäne gesetzt werden. Das heisst, sie dürfen nicht mehr ungeschützt ins Freie und es müssen Sofortschutzmassnahmen getroffen werden.

Uebertragung der Krankheit

Eine Ansteckung durch die Vogelgrippe, vor allem durch Partikel des Vogelkots, ist fatal und kann ganze Geflügelbestände befallen, die dann allesamt vernichtet und verbrannt werden müssten.

Bei Wildvögeln zeigte allerdings eine Studie auf, dass die Grippeviren stärker über die Atemwege als über den Kot ausgeschieden wurden.

Es ist daher umstritten, auf welche Weise die Uebertragung des Virus erfolgt.
Daher niemals tot aufgefundene Vögel ohne Schutzhandschuhe anfassen; sie könnten mit dem A/H5N1 Virus infiziert sein!

Symptome

Allgemeine Schwäche, struppiges und stumpfes Federkleid, hohes Fieber und gestörte Atmung. Wasseransammlungen in Form von Schwellungen an Kopf, Hals, Beinen. Zudem Blaufärbung der Schleimhäute und teilweise auch der Haut, wässrig-schleimiger Durchfall. Gestörte Motorik.

Inkubationszeit

Diese beträgt bei den Tieren maximal 21 Tage. Beim Menschen 2-8 Tage, wobei auch längere Inkubationszeiten beobachtet wurden.

Erkrankung von Säugetieren

Nicht nur in Schweinen wurde der A/H5N1 Virus nachgewiesen sondern auch in Katzen, Mardern, Affen, Pferden und Hunden sowie auch in anderen Säugetieren.

In einzelnen Fällen erkrankten Menschen an der Vogelgrippe durch Virenübertragungen. Bei bereits geschwächten oder kranken Menschen oder bei Kindern kann die Vogelgrippe zum Tode führen.

Untersuchte Todesfälle der Vogelgrippe haben gezeigt, dass alle Fälle mit krankem Geflügel in Berührung kamen.

Die meisten dieser Todesfälle sind aus dem asiatischen Raum gemeldet worden. In Europa ist jedoch das Risiko einer Erkrankung des Menschen durch den A/H5N1 Virus als gering eingestuft worden.

Prophylaxe

Schon mit normalen Desinfektionsmitteln kann gegen eine Ansteckung durch Vogelgrippeviren vorgesorgt werden.

Beim Kontakt mit einem möglicherweise infizierten Tier sollten sofort die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Wichtig ist die regelmässige Desinfektion von Plätzen, an denen sich Wildvögel, anderes Geflügel oder Haustiere aufhalten.

Medikamente bei einer A/H5N1 Virus Erkrankung

Weltweit wurde Tamiflu zur Einnahme bei einer allfälligen Erkrankung empfohlen. Zur Inhalation wurde Relenza abgegeben. Im Falle einer Pandemie sind spezielle Krisenstäbe zu beachten.


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